HUMORESQUES Suite et Variations

Michel-Orel Rosiu
HUMORESQUES Suite et Variations
Malerei
01.11. - 01.12.02

Bilder

Es spricht
Brice D'Antras
Bureau Cultures Francais Niedersachsen
Der Künstler wird anwesend sein.

Öffnungszeiten

Mittwoch . Samstag . Sonntag 15.00 - 19.00 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung
0511. 85 22 90

Ich habe den Gedanken verinnerlicht, dass die Kunst nie aufgehört hat, das Denken der Welt zu sein, doch mehr noch bin ich davon überzeugt, dass sie, in ihrem schöpferischen Wesen, die einzige antwort an das Universum ist. Das Universum und die Kunst hätten ein Konzept sein können, mit dem Unterschied, dass das Erste die Zweite bestimmt hat, welche zum "Dieb des Feuers und des Lichts" wurde. Das sind wir alle, aber warum all die Enteignung, die die Menschheit vom Wesentlichen entfernt hat?

Erscheint das Auftreten neuer sozialer, ökonomischer und politischer Landschaften nicht naturwidrig und widersprüchlich, wodurch unser Erwachen und unsere Einladung zur einfachen Schönheit der Dinge, deren scheinbare Garanten wir sind, noch ungewisser werden?

Gegenwärtig sind die Gefahren groß. Empfindsamkeit, Gefühl und Verlangen sind nicht mehr als Konvention, Stereotyp und Vereinheitlichung, mit - gleichwohl - einer winzigen Nische, in der sich die Kunst, das fortwährende Fragegespräch, die Transzendenz des Seins in seiner ideologischen und dichterischen Dimension erneuern, und wo der prometheische Künstler bis zur Verzweiflung der Sonne die Stirn bietet.

In Anbetracht des Einsatzes, welcher die Zukunft der Menschheit ist, können die zeitgenössische Kunst und der zeitgenössische Künstler in einem System der Täuschung nicht mehr überleben. Müssten wir nicht mehr sein, um von neuem zu sein?

Ich glaube stark an die Malerei, die die Augen zum Nachdenken bringt. Sie ist meine einfache Versuchung, doch sie kann nur durch Sie und für Sie leben.

Michel-Orel Rosiu

Doktor für Literatur, Soziologie, Kunst und Archäologie sowie Filmkunst.
Professor für Literatur sowie Kunst und Archäologie an der Sorbonne, lebt und arbeitet in Frankreich.

Ausstellungseröffnung
am Freitag, 01.11.02 im Turm2

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